„Wenn er will, versteht er alles!“

 

Zur Deutung der Demenzsymptomatik bei der türkischen „Gastarbeitergeneration“

Ich habe von Juli 2007 bis September 2010 insgesamt  25 Frauen und 28 Männer im Alter von 65 bis 80 Jahren zu den Themen „Demenz“ und „Alzheimer“ befragt. Die Zielgruppe setzte sich aus Patienten zusammen, die in der Familie oder im Bekanntenkreis Personen mit Demenzerkrankung hatten. Alle befragten Personen erfuhren ihre Sozialisation in der Türkei und kamen im Alter zwischen 20 bis 30 Jahren nach Deutschland.

Ich habe folgende Fragen gestellt:

  1. Welche Krankheiten hatten Sie, als Sie nach Deutschland kamen?
  2. Welche Vorkenntnisse hatten sie über Demenz oder Alzheimer, bevor Sie nach Deutschland gekommen sind?
  3. Wo haben Sie das erste Mal etwas über Demenz oder Alzheimer gehört?
  4. Wann haben Sie gemerkt, dass ihre Bekannte oder Angehörige von Demenz oder Alzheimer betroffen waren?
  5. Wie haben Sie sich gegenüber ihren Demenzerkrankten verhalten?
  6. Kennen Sie den Begriff BUNAK, und was bedeutet er?
  7. Ab welchem Alter kann man an Demenz oder Alzheimer erkranken?
  8. Was sind Symptome von Demenz oder Alzheimer?
  9. Ist die Erkrankung an Demenz oder Alzheimer Schicksal?
  10. Haben Demenz oder Alzheimer etwas mit Schwarzer Magie, Verfluchung und falschem Schwur zu tun?
  11. Wie hat man damals (1950-1980) „bunaklik“ (Demenz oder Alzheimer) behandelt?
  12. Wie sollte man sich gegenüber Demenz- oder Alzheimererkrankten verhalten?
  13. Kann man sich vor Demenz oder Alzheimer schützen?

 

Die Antworten auf die dreizehn gestellten Fragen habe ich zusammengefasst unter den Gesichtspunkten:

  • Wahrnehmung und Interpretation der krankheitsbedingten  Veränderungen
  • Aufklärung über Demenz oder Alzheimer bei der türkischen Bevölkerung
  • Erfahrungen in der Hauskrankenpflege Deta-Med

 

 

09.01.2011 Dipl.Päd. Nare Yesilyurt

Überarbeitet am 09.01.2017, Dr. Frank Beckmann